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Zimmer mit Aussicht: Haydn Konservatorium und Diözese intensivieren Zusammenarbeit

Seit 2014 wohnen Studenti*nnen des Joseph Haydn Konservatoriums im Haus der Begegnung der Diözese Eisenstadt, das auch als „Haydnkons Gästehaus“ bekannt ist. Anlässlich der guten Zusammenarbeit zwischen dem Joseph Haydn Konservatorium und dem Haus der Begegnung plant das Konservatorium jetzt während der bevorstehenden Umbauphase des Kons einen Trakt für Unterrichtszwecke anzumieten und die kulturelle Zusammenarbeit mit der Diözese zu intensivieren. Haydn Kons-Direktor Gerhard Krammer und Geschäftsführer Franz Steindl besuchten gemeinsam mit dem Sprecher der Diözese Eisenstadt, Dominik Orieschnig, die Studenti*nnen vor Ort.

Kurze Wege

„Es könnte nicht besser sein. Ich fühle mich sehr wohl“. Mit einem schüchternen Lächeln erzählt Dmitry Smirnov von seinem Leben als Bewohner im Haus der Begegnung und seinem Studium am Haydn Kons. Der sympathische 37-jährige stammt aus Russland und studiert Jazz-Klavier im fünften Jahr. Das Haus der Begegnung liegt zentral und ist nur einen kurzen Spaziergang vom Haydn Konservatorium entfernt. Dmitry Smirnov geht die Strecke wie die meisten seiner Kolleg*innen zu Fuß. „Hier ist ein Zentrum entstanden, wo ein unmittelbarer Austausch zwischen Studierenden, Lehrenden, Betreuern und auch der Bevölkerung stattfindet, der sich positiv auf den Studienerfolg auswirkt,“ betonen Gerhard Krammer und Franz Steindl das amikale Umfeld der Studierenden.

Starker Bezug zu Haydn

Im Haus der Begegnung, in dem schon einige von Haydns Werken uraufgeführt wurden, befindet sich ein Musikübungsraum, der oft auch um 1 Uhr nachts benützt wird. „Das Studentenwohnheim umfasst neben einer gemütlichen Gemeinschaftsküche und einer Teeküche auch Seminarräume sowie Veranstaltungssäle. Parkplätze werden den Studierenden gratis zur Verfügung gestellt,“ berichtet Manuela Schöner von der Akademikerhilfe. Bereits seit 2014 gibt es eine Kooperation zwischen der Diözese Eisenstadt und der Akademikerhilfe, die das Haus betreibt. „Dass die Musik Joseph Haydns auch für die Kirche eine immense Bedeutung hat und hatte, liegt ja auf der Hand“, so Dominik Orieschnig von der Diözese und selbst ehemaliger Sängerknabe. „Umso mehr begrüßt es Bischof Zsifkovics, wenn nun der Dialog zwischen unseren Bereichen noch intensiver wird. Hier am Oberberg ist in den letzten Jahren still und leise ein Campus entstanden.“

Studenti*nnen aus 14 Nationen

Derzeit wohnen 27 Bewohner*innen im „Haydnkons Gästehaus“ im Haus der Begegnung. Davon studieren 24 auch am Joseph Haydn Konservatorium.

Die international-bunte Mischung der Student*innen setzt sich aus China, Tschechischen Republik, Deutschland, Spanien, Kroatien, Ungarn, Japan, Korea, Litauen, Polen, Russland, Serbien, Usbekistan und Österreich zusammen. Die Zimmer sind mit Bad/WC und Kühlschrank ausgestattet. Vom zweiten Stock des Studentenwohnwohnheims genießen die Studierenden einen herrlichen Ausblick auf die Region.

„Meine Sprache versteht man in der ganzen Welt“ – ein besseres Zitat hätte Joseph Haydn angesichts der internationalen Zusammensetzung des nach ihm benannten Konservatoriums nicht finden können.

BU: Gelungene Zusammenarbeit: Student Dmitry Smirnov (Russland), Manuela Schöner (Akademikerhilfe), Dominik Orieschnig (Diözese), Haydn Kons Geschäftsführer Franz Steindl, Student Peter Teglas (Ungarn), Haydn Kons Direktor Gerhard Krammer