Geschichte

1929 – 1959

  • 1929: Gründung der Musikschule Eisenstadt durch den Männergesangsverein „Haydn“ auf Betreiben von Hofrat Hermann Ambros und Dr. Rudolf Haberl. Erster Direktor ist Dipl. Kpm. Wilhelm Rohm, der Unterricht findet statt im Haus Eisenstadt, Hauptstraße 37, heute Hypobank Eisenstadt.
  • 1934: Im Schuljahr 1934/35 übernimmt der „Burgenländische Musikverein“ die Musikschule Eisenstadt unter der Bezeichnung „Landesmusikschule“ und führt diese bis zum Schuljahr 1938/39.
  • 1939: Nach Auflösung des „Burgenländischen Musikvereins“ wird die Landesmusikschule im Jahr 1939 vom „Nationalsozialistischen Musikschulwerk des Gaues Niederdonau“ übernommen, die Leitung wird Rudolf Graf übertragen.
  • 1945: Neueinrichtung der Musikschule Eisenstadt durch Dr. Adalbert Riedl in seiner Funktion als Leiter des neugegründeten Burgenländischen Volksbildungswerks. Die Leitung der Schule hat Maria Langer inne. Der Unterricht findet statt im Gebäude des Burgenländischen Landesmuseums.
  • 1946/47 bis 1955/56: Dr. Konrad Göllner übernimmt die Leitung der Musikschule des Volksbildungswerkes im Jahre 1946.
  • 1956: Auf Betreiben des Musikreferenten des Volksbildungswerkes, Prof. Karl Gradwohl, kommt es zu einer Neuordnung des burgenländischen Musikschulwesens. Im Zuge dieser Neuordnung wird die Musikschule Eisenstadt zur Landes- und Volksmusikschule umbenannt und bekommt die zusätzliche Aufgabe, eine über das Ziel der Volksmusikschulen hinausgehende musikalische Bildung zu vermitteln und die Schüler für den Übertritt in die Musikakademie oder in ein Konservatorium vorzubereiten. Zur Heranbildung von Kantoren wird im Einvernehmen mit der Diözese Eisenstadt eine Kirchenmusikabteilung eingerichtet. Der Unterricht findet anfangs statt in den Räumlichkeiten der Volksschule Eisenstadt, später im Hause des Volksbildungswerkes in der Haydngasse 11.
  • 1959: Der langjährige Leiter Dr. Konrad Göllner scheidet aus, die interimistische Leitung übernimmt Landesmusikinspektor Prof. Karl Gradwohl.

1960 –1979

  • 1960: Zum neuen Leiter der Landes- und Volksmusikschule wird Prof. Mag. Franz Schitzhofer bestellt.
  • 1961: Die Burgenländische Landesregierung fasst unter Landeshauptmann Johann Wagner den Beschluss, für die Landesmusikschule ein zweckentsprechendes Gebäude zu errichten.
  • 1966: Spatenstich zum Neubau (Architekten Gottfried Fickl und Matthias Szauer) am 16. Juni durch den Landeshauptmann und Kulturreferenten Hans Bögl.
  • 1969: Einrichtung eines hochschulgleichen zweijährigen Lehrganges zur Heranbildung von Musiklehrern (Lehrgang C für musikalische Volks- und Jugendbildner).
  • 1970: Fertigstellung des Baues und Inbetriebnahme am 15. Oktober 1970. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf ca. 15 Millionen Schilling.
  • 1971: Die Burgenländische Landesregierung beschließt in ihrer Sitzung am 8. September, die bisher vom Volksbildungswerk für das Burgenland geführte Landes- und Volksmusikschule Eisenstadt mit Wirkung vom 1. September 1971 als Landesanstalt zu übernehmen. Mit Erlass des Bundesministers für Unterricht und Kunst, Leopold Gratz, wird die ehemalige Landes- und Volksmusikschule Eisenstadt zum „Joseph-Haydn-Konservatorium für Musik und darstellende Kunst des Landes Burgenland“ erhoben. Die feierliche Eröffnung erfolgt am 27. Oktober 1971 im Rahmen eines Festaktes im Konzertsaal des Konservatoriums durch Herrn Landeshauptmann Theodor Kery und Kulturlandesrat Dr. Fred Sinowatz.
  • 1971/72: Mit Bescheid des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst vom 28. September 1971 wird das Organisationsstatut samt Lehrplan genehmigt. Das Öffentlichkeitsrecht wird erstmals am 21. Juni 1972 rückwirkend für das Schuljahr 1971/72 verliehen.

1980 – 1999

  • 1980: Mit dem Beschluss des Landespersonalvertretungsgesetzes durch die Burgenländische Landesregierung am 10. März 1980 wird eine wichtige Einrichtung am Joseph-Haydn-Konservatorium geschaffen: die neu eingerichtete Personalvertretung erweist sich in weiterer Folge als treibende Kraft bei den Bestrebungen, pädagogische Verbesserungen für Schüler und Studierende, sowie dienstrechtliche Verbesserungen für die Lehrkräfte zu erreichen.
  • 1987: Wegen Erkrankung des langjährigen Leiters Dir. Mag. Franz Schitzhofer wird Frau Prof. Gertrude Neuhold mit Beginn des Schuljahres 1987/88 zur provisorischen Leiterin bestellt.
  • 1988: Das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Sport genehmigt am 6. Juli 1988 das neue Organisationsstatut einschließlich der Prüfungs-, Studien-, und Schulordnung, sowie Studien- und Lehrpläne. Durch diese Änderung wird das Joseph-Haydn-Konservatorium organisatorisch und pädagogisch den anderen Konservatorien Österreichs gleichgestellt.
  • 1988: Im September 1988 wird die Schule provisorisch von Mag. Angela Horvath geleitet. Zum neuen Direktor wird Mag. Walter Burian bestellt, der mit 1. Oktober 1988 seinen Dienst antritt.
  • 1989: Mit Bescheid des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Sport vom 15. Februar 1989 wird die Studienrichtung  „Instrumental-(Gesangs-)pädagogik“, am Joseph-Haydn-Konservatorium genehmigt. Außerdem werden sämtliche Studiengänge in die staatliche Studienförderung einbezogen.
  • 1990: Am Joseph-Haydn-Konservatorium wird eine Studentenvertretung eingerichtet.
  • 1994: Die Orgelbaufirma Gollini in Wien wird mit dem Bau einer Orgel für den Konzertsaal beauftragt. Die Fertigstellung erfolgt 1996.
  • 1998: Das Studienangebot am Joseph Haydn Konservatorium wird ausgeweitet um die Studienrichtungen „Tonsatz und Komposition“ und „Instrumentalpädagogik für Instrumente des Jazz und der Popularmusik“. Landeshauptmann Karl Stix genehmigt die Verwendung des Nebengebäudes, der ehemaligen Verwaltungsschule des Landes Burgenland, für die Verwendung durch das Joseph Haydn Konservatorium.

ab 2000

  • 2000: Beginn der schrittweisen Generalsanierung des Schulgebäudes.
  • 2003: Das Joseph Haydn Konservatorium bekommt von der Europäischen Kommission in Brüssel die „ERASMUS-Hochschulcharta“ verliehen und ist dadurch berechtigt, an den Bildungsprogrammen der Europäischen Union der Tertiären Bildungsebene auf den Gebieten der Studierenden- und Dozentenmobilität teilzunehmen. Im Zuge dieser Bildungsprogramme werden Kooperationsverträge mit Konservatorien in Italien (Parma, Trapani und Venezia), Spanien (San Sebastian), Portugal (Porto) und Finnland (Lahti) abgeschlossen.
  • 2003: Die Studienpläne am Joseph Haydn Konservatorium werden in Inhalt und Form reformiert und an die Studienpläne der Universitäten für Musik angeglichen.
  • 2004: Am Joseph Haydn Konservatorium wird das ECTS-Punkte-System eingeführt, welches den Studierenden die Mobilität innerhalb Europas erleichtert.
  • 2004: Das Joseph Haydn Konservatorium wird als erstes österreichisches Konservatorium Mitglied in der AEC, der „Association Européenne des Conservatoires, Académies de Musique et Musikhochschulen“.
  • 2006 – 2016: Das Land Burgenland hat mit der Musik- und Tanzfakultät der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Bratislava einen Vertrag über eine akademische Zusammenarbeit der Musikhochschule Bratislava mit dem Joseph Haydn Konservatorium abgeschlossen. Dadurch konnten die Studierenden in Eisenstadt den akademischen Titel „Bachelor“ erlangen.
  • 2007: Beginn der Generalsanierungs- und Zubauarbeiten durch das Architekturbüro Rudischer & Panzenböck am Hauptgebäude und Weiterführung des vollen Unterrichtbetriebs trotz Umbau.
  • 2008: Am 9. April 2008, nach weniger als einem Jahr Bauzeit, wird das neue Gebäude in einem Festakt durch Landeshauptmann Hans Niessl und Kulturlandesrat Helmut Bieler eröffnet und seiner Bestimmung übergeben.
  • 2009 – 2011: Anlässlich des Haydnjahres und des Lisztjahres fanden die dreijährigen Erasmus-Intensiv-Programme „Haydn, the progressive“, „The next generation“ und „Liszt, the progressive“ am JHK statt.
  • 2010: Das JHK wurde für die hervorragende Qualität der Intensiv-Programme von der Österreichischen Nationalagentur Lebenslanges Lernen für den „Lifelong Learning Award“ nominiert.
  • 2012: Seit 2012 besteht das Zusammenarbeitsprojekt „Musikklasse“ mit dem Bundesgymnasium Kurzwiese in Eisenstadt, bei dem die Schüler jeweils einer Unterstufenklasse in einem Spezialprogramm des JHK betreut werden.
  • 2016: Mit Ende August tritt Direktor HR Prof. Mag. Dr. h.c. Walter Burian in den Ruhestand. Prof. Mag. Tibor Nemeth, ArtD. übernimmt die interimistische Leitung.
  • 2017: Mit 1. Februar wird Prof. Mag. Tibor Nemeth, ArtD. durch die Burgenländische Landesregierung zum neuer Leiter des Konservatoriums ernannt und beginnt, umfangreiche Umgestaltungen in Richtung „Hochschulreife“ vorzunehmen.